Wintertour 2019

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auf dem Berg Ørnfløya

Mittwoch, 20. März

Bevor heute nachmittag eine kleine Ausfahrt mit kurzer Wanderung ansteht, möchte Melanie am Vormittag gerne nochmal in die City. Wir fahren mit dem Bus ins Stadtzentrum, laufen weiter über die Tromsøbrua und werfen von dort aus noch einmal einen Blick auf das Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“. Dahinter hat vorhin die MS „Midnatsol“ festgemacht,ALT das größte Schiff der Hurtigruten. Aber das wirkt im Vergleich dazu winzig. Am Mittag wird es Zeit für das nächste kulinarische Highlight. Zuhause schauen wir oft die Kochsendung „Kitchen Impossible“, bei der der Gastgeber Tim Mälzer auch schon im Rahmen einer Challenge nach Tromsø geschickt wurde, um im Restaurant „Emma’s Drømmekjøkken“ den dortigen Signature Dish, einen Fischauflauf mit Makkaroni zu kochen. Genau diesen essen wir heute zum Mittag.
Im näheren Umkreis der Stadt hängen heute die Wolken etwas fest, aber an der Küste ist Sonnenschein angesagt. Darum steigen wir nach unserer Rückkehr zur Ferienwohnung ins Auto und fahren ins Dorf Brensholmen. Hier wollen wir auf jenen Felsen wandern, von dem aus wir im bei der letzten Tour einen unvergeßlichen Blick auf die Nordlichter über dem Meer hatten. Bei goldener Nachmittagssonne erreichen wir den Parkplatz und laufen los. In diesem Jahr liegt hier nicht so viel Schnee wie 2018,ALT da können wir uns eine vorherige Präparierung des Weges sparen. Nach einer halben Stunde stehen wir auf dem Aussichtfelsen und genießen den Blick auf Sommarøy und die vielen kleinen Inseln drum herum. Ein paar Gruppenfotos werden geschossen, dann treten wir wieder den Rückweg an, denn der Wind weht heute ganz schön eisig.
Auf dem Weg hinunter zum Ausgangspunkt gelingen mir noch einige schöne Fotos von der untergehenden Sonne über verschneiter Küstenlinie. Für die Fahrt zurück nach Tromsø habe ich eine landschaftlich recht reizvolle Route ausgesucht, aber leider haben sich die Wolken am Himmel enorm vermehrt, und im fahlen Dämmer­licht sieht jetzt alles ziemlich langweilig aus. Immerhin gestaltet sich damit der weitere Abend recht entspannt, weil wir heute nicht mehr mit Aurora-Alarmen rechnen müssen. Wir machen es uns nach einem leichten Abendessen mit einer Flasche Wein auf der Couch gemütlich und schauen norwegische Serien auf Netflix.

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Abstieg vom Berg Ørnfløya in der Abendsonne

Donnerstag, 21. März

Wie gut, daß wir uns allesamt so gut miteinander arrangieren, was das Aktivitätsprofil angeht. Während unsere Frauen heute vormittag wegen der immer noch geschlossenen Wolkendecke daheim bleiben und lesen wollen, zieht es Holger und mich nach dem Frühstück wieder hinaus auf die Loipe.ALT Diesmal soll es bis zur Nordspissen gehen, von wo wir im letzten Jahr ein schönes Erinnerungsfoto an eine sehr lustige Tour in großer Gruppe mitgenommen haben.
Das Wetter wird mit jedem Kilometer Strecke besser. Am Biathlon-Stadion bricht die Sonne immerhin schon durch ein paar Lücken in der dünnen Stratus-Bewölkung, und als wir die große Skischanzen-Anlage passiert haben, verziehen sich die paar Wölkchen auch noch. Über uns erstreckt sich nun strahlend blauer Himmel. Wir erreichen die Nordspitze von Tromsøya nach einer Stunde und fahren in einer frisch gespurten Loipe zurück, denn eben hat uns die Pistenraupe eingeholt und die Strecke neu präpariert.
Meine Frau würde heute gerne die Eismeerkathedrale besichtigen. Den kulturellen Teil haken wir mit einem halbstündigen Rundgang durch die Kirche samt kurzer Andacht ab. Im Shop werden noch ein paar Lesezeichen gekauft, dann geht es wieder zurück. Am Abend wollen wir noch einmal gemeinsam Fisch kochen. Melanie und ich fahren darum am Nachmittag in die Stadt. ALTIm „Kysten’s Mathus“ besorgen wir frischen Dorsch und ein paar nützliche Zutaten für seine Zubereitung im Backofen.
Kalt ist uns geworden. Was läge da näher, als sich bei heißem Kaffee und einem Stück Kuchen in der „Kaffebønna“ wieder aufzuwärmen? Wir schicken unserer Freundin Kathrin gleich noch ein Beweisfoto von unserem Besuch. Das wird ihre Vorfreude auf übermorgen steigern, wenn sie und ihr Mann Gert hier ankommen, um unsere Gruppe wieder aufzufüllen, während Melanie und Silke zurück nach Hause fliegen. Jetzt wird es draußen so richtig ungemütlich. Meine Frau und ich kaufen noch eine Flasche Wein beim staatlichen Alkohol-Dealer „Vinmonopolet“ und fahren heim. Hier werden wir beide bereits von Holger und Silke erwartet. Den restlichen Abend verbringen wir gemeinsam beim Kochen in der Küche, beim Essen und netten Gesprächen. Und wieder ist ein Reisetag zu Ende. Wie schnell doch die Zeit vergeht…

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Sonnenuntergang hinter Kvaløya

Freitag, 22. März

Ein bißchen Kultur und Bildung sollen es heute nochmal sein. Nach dem Frühstück spaziere ich mit meiner Liebsten zum Universitätsmuseum, wo sich der bekannte Modell-Aufbau zur Veranschaulichung des Phänomens namens Polarlicht befindet. Hier kann Melanie an einer Mini-Erdkugel aus Metall per Tastendruck eine Aurora erzeugen. In einer weiteren Dauerausstellung werden wir über das Leben der Nordmänner zu Zeiten der ersten Besiedlung Norwegens informiert,ALT aber wie schon in den vergangenen Jahren braucht man für dieses Museum keinen halben Tag, und so sind wir recht früh wieder an der frischen Luft. Weil Melanie vorgestern auf der Rückfahrt in Ersfjordbotn keine Lust hatte auszusteigen, sie den Ort aber ganz süß fand, bittet sie um einen nochmaligen Besuch. Wir begeben uns zurück zum Quartier, wo wir auf Familie Schneider treffen, die sich gerade zum Skilanglauf fertig macht. Rein ins Auto und los geht’s!
Nach einer halben Stunde Fahrt haben wir Ersfjordbotn erreicht. Dieses Dorf ist eine sehr populäre Stelle zum Fotografieren von Polarlichtern, ein typischer Instagram-Spot. Wir parken den Škoda oberhalb des Ortes und laufen zu Fuß ins Zentrum. Viel gibt es hier zwar nicht zu sehen, zumal gerade wieder die Wolkendecke zugezogen ist, aber draußen auf dem Meer, am Ende des Fjordes, scheint noch die Sonne. Auch ein schöner Anblick. Ich spaziere mit Melanie wieder den Hügel hinauf und zeige ihr noch die Stelle, wo ich am Anfang der Woche eines Nachts vergeblich auf Auroren gewartet habe. Ein Selfie knipsen wir zur Erinnerung, dann geht’s wieder heim. Holger und Silke sind auch schon wieder zurück. Heute abend essen wir die Reste der vergangenen Tage und lassen den gemeinsamen Teil des Urlaubs in Ruhe ausklingen. Morgen wird die Gruppe neu gemischt. Die beiden Damen treten die Heimreise an und können praktisch am Flughafen Kathrin und Gert abklatschen, die kurz vorher mit dem Flugzeug hier ankommen, das unsere beiden Damen wieder nach Hause bringt.

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Ersfjordbotn

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