Wintertour 2014, Teil 2

Abisko, schwedisch Lappland und Narvik

10 Mrz 2014 Wintertour 2014, Teil 2


Freitag, 7. März

Letzter voller Reisetag. Wäre eigentlich Zeit für noch etwas Action. Da wir bislang aber noch keine Rückmeldung der örtlichen SkiDoo-Verleiher erhalten haben, machen wir uns auf den Weg nach Kiruna. Dort soll es bei Avis Schneemobile auch tageweise zu mieten geben. Leider muß uns die Dame bei der dortigen Touristeninformation enttäuschen. Die einzige Möglichkeit wäre eine Firma namens Polarmaskin, aber auch da sieht es schlecht aus. Alle Motorschlitten sind bereits weg. Hätte man ja auch drauf kommen können, daß vor dem Wochenende sicher große Nachfrage herrschen wird.
Alternativprogramm: Grillen am Fluß, weil das vorgestern so viel Spaß gemacht hat. Heute wollen wir unser Feuer in unmittelbarer Nähe einer besonderen Kulisse anzünden – nämlich direkt neben dem Eishotel in Jukkasjärvi. Das Wetter ist ideal: blauer Himmel und Sonnenschein, leichter Wind. Wir bringen unser mitgebrachtes Feuerholz in Stellung, suchen noch etwas Anzündbeschleuniger, und schon geht’s los. Adrian war so vorausschauend und hat neben dem Paket Kjöttbullar einen kleinen Rost mitgenommen, auf dem wir diese auch grillen können. Sonst bliebe nur: direkt ins Feuer werfen – nicht so gut. Ein paar Aufbackbrötchen, etwas Bier und Whisky runden unseren Lunch ab. Wir sitzen direkt an der Rennstrecke für Schneemobile und Hundeschlitten und werden ordentlich unterhalten. Ein ganz klein wenig schade ist nur, daß wir leider nicht selbst fahren können. Nun ja, sicher beim nächsten Mal. Die beiden Holländer mit der extrem teuren Fotoausrüstung sind auch wieder da und knipsen sinnloses Zeug. Hundepupillen vermutlich, denn aus drei Metern Entfernung mit dem “Teleskop” auf einen Husky anzusetzen – was soll dabei schon rauskommen? Und wenn das Tier doch bloß mal still hielte!
Nach dem Essen teilen wir uns auf. Adrian und Lukas wollen eine Exkursion ins nahegelegene samische Freilichtmuseum unternehmen. Micha und ich ziehen – trotz des üppigen Eintrittsgeldes – eine Besichtigung des Eishotels vor. Wenn wir schon mal hier sind… Außerdem sieht es jedes Jahr unterschiedlich aus. Keine Ausgabe gleicht der anderen. Wir werden nicht enttäuscht. Gerade die sogenannten Art Suiten geben tolle Fotomotive ab. Eine Übernachtung in einem dieser Design-Kühlschränke käme uns übrigens ab 450 Euro. Pro Person. Klar.
Im Foyer des Hotels steht eine Einhornskulptur, die Micha extra für meine Tochter auf Bild bannt. Ich habe meine Kamera im Auto gelassen und assistiere dem Meister beim Fotografieren.
Anschließend treffen wir uns alle wieder im Café. Adrian zuliebe, der für seine Familie ein paar schwedische Spezialitäten besorgen soll, halten wir auf dem Rückweg noch einmal am Supermarkt in Kiruna. Danach heißt es: Rückfahrt. Schließlich wollen wir noch Koffer packen und die Hütte aufräumen. Und etwas zum Abendessen wäre auch nicht schlecht. Mir rumpeln zwar noch die Kjöttbullar von heute mittag im Bauch herum, aber ein Elchburger im Pub von Abisko klingt schon ziemlich verlockend. Dazu ein lecker Bier, und schon bin ich zufrieden. Nordlichter gibt’s heute nicht mehr, weil der Himmel bedeckt ist. Also lassen wir’s ruhig angehen. Zurück in der Hütte packen wir unsere Koffer und beginnen mit dem Aufräumen. Dann brauchen wir morgen früh nicht so zeitig aufzustehen. Gute Nacht!